Infinite loop

The last word has not yet been spoken,
and maybe it won’t ever be,
for you sound like a record broken,
repeating yourself endlessly.

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Nevermind Nevermore

Im Wipfel der uralten Buche,
auf ihrem allerhöchsten Ast,
sitzt Nevermore, der schräge Vogel,
und schaut sich um, ganz ohne Hast.

Die Buche steht auf einer Lichtung
am Ende eines schmalen Pfads,
den ich den Worten einer Dichtung
gemäß heut‘ eingeschlagen hab.

Ich nahm den einen, nicht den andern,
der Pfade gab es nämlich zwei,
und während ich so resümiere
krächzt Nevermore ein: „Nevermind.“

„The Raven“ von E. A. Poe
„The Road Not Taken“ von Robert Frost

Als Schmankerl gibt’s noch ein (Musik-)Video dazu:

Viel zu tun

Heute währt, wie alle Tage,
vierundzwanzig Stunden bloß—
drum erlaube mir die Frage:
Quo vadis mit dem Aktenstoß?

Word- und Excel-Dokumente,
Locher und Diktiergerät,
sind die Folterinstrumente
dieser schönen neuen Welt.

Dein Büro ist dein Gefängnis,
ein Papierberg frisst dich auf,
mach‘ dich frei von der Bedrängnis,
raff‘ dich einmal nicht mehr auf.

Lass‘ uns heut‘ spazieren geh’n,
die Welt mit neuen Augen seh’n,
denn grau ist alle Theorie,
wie Doctor Who sagt: Allons-y!

Tauschgeschäfte

Du bist du, und ich bin ich,
und tauschen möcht‘ ich lieber nich.

Ich hab‘ mich in mir eingerichtet,
habe mich an mich gewöhnt,
bin mir selbst zu nichts verpflichtet,
sehe mich–ganz?–ungeschönt.

Und wärst du ich, und wär‘ ich du,
dann ließe mir das keine Ruh‘,
ich müsste mich für dich erwärmen,
dich–mich–nochmal neu kennenlernen.

Nein, ich zu sein fällt mir oft schwer,
doch tauschen mag ich heut‘ nicht mehr.

Vagheit

Viele Wörter, keine Frage,
sind ganz unerträglich vage.
Schön ist, dass wir uns trotzdem
nur äußerst selten missverstehen;
denn Vagheit wird, dem Zeus sei Dank,
im Alltag meist nicht zum Problem.

Oh weh mir, was muss ich da hören?
Eubulides, aus Griechenland,
der hat sich einen Spaß erlaubt,
den lieben Frieden dreist zu stören,
als er ein Paradox erfand,
so ganz und gar auf Sand gebaut?

Und das Paradox verdammt
uns hier und auch in Griechenland
zur Reflexion über die Grenzen
von Haufen, bestehend aus Sand.

(Erläuterung: Haufenparadox)

Besorgungen

Sag, soll ich nun zum Aldi fahren,
wo sich die Kunden wild gebaren;
soll ich mich auf mein Fahrrad schwingen,
um Brötchen und Tomaten ringen?

Oder soll ich zuhause bleiben,
mir alten Käse einverleiben
auf wenig ansehnlichem Toast,
und schale Cola—na dann Prost!

Hier geht’s zum Rest des Gedichts (Weiterlesen lohnt sich!)