Gehen

Ich liebe es einen Fuß vor den anderen zu setzen, vorsichtig, mit Bedacht, meinen Weg zu suchen, wie ein Rinnsal von Wasser auf zwei Beinen. Ich liebe das Geräusch kleiner Steine unter meinen Sohlen, das trockene Knirschen, als würde man eine Handvoll knuspriger Kartoffelchips langsam, genüsslich kauen. Ein akustisches Festmahl aus knackenden Ästen, raschelndem Laub, dumpfen Schritten auf samtigem Moos. Ich liebe es, wenn der Untergrund wechselt – von Asphalt zu sandigem Boden, zu Kieseln, Split, Geröll, zu federndem Waldboden, der, von der Sonne gewärmt, unvergleichlich duftet.

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Besorgungen

Sag, soll ich nun zum Aldi fahren,
wo sich die Kunden wild gebaren;
soll ich mich auf mein Fahrrad schwingen,
um Brötchen und Tomaten ringen?

Oder soll ich zuhause bleiben,
mir alten Käse einverleiben
auf wenig ansehnlichem Toast,
und schale Cola—na dann Prost!

Hier geht’s zum Rest des Gedichts (Weiterlesen lohnt sich!)