Tornado

Heute morgen bin ich mit äußerst verwuschelten Haaren aufgewacht. Kein Wunder, denn ich bin im Reich der Träume gleich von mehreren Tornados heimgesucht worden, großen, bedrohlichen, grauschwarzen, alles zu zermalmen drohenden Windhosen. Zwei davon näherten sich mir mit buchstäblich atemberaubender Geschwindigkeit und ich erinnere mich, gedacht zu haben: „Schade, jetzt muss ich leider los und mir eine tornadosichere Bleibe suchen, obwohl ich diesem Naturschauspiel doch viel lieber noch eine Weile zuschauen würde.“ Es wurde höchste Zeit, einen Keller oder eine Karottenmiete oder einfach irgendein unterirdisches Bauwerk zu finden, denn ein Tornado war bereits so nah und drehte sich so irre schnell, dass Atmen kaum mehr möglich war. Als ich mich umschaute, musste ich allerdings feststellen, dass ich offenbar ausschließlich von maroden Holzscheunen umgeben war. Irgendwoher tauchte dann doch in letzter Sekunde eine Tür im Boden auf, ich hastete die Treppen hinunter, hinter mir plötzlich eine Gruppe namenloser Freunde–den letzten von uns hat es erwischt.

Jetzt erstmal Kaffee.

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Traumfragment II

Ich lese einen längeren Brief (oder ist es eine E-Mail?) von meinem Opa und bin irritiert, weil er mich durchgehend siezt. Anschließend füttere ich die Pferde, Lorenc verschluckt sich am Stroh und rennt panisch über den Hof, um sich an die gegenüberliegende Mauer zu werfen.

Traumfragment

Ich gehe, nein ich schlurfe, wie ein Zombie schlurfe ich zum Abstellraum, zur Waschmaschine. Mir ist nicht klar, was ich dort will, im Abstellraum, bei der Waschmaschine. Wie fremdgesteuert schlurfe ich zur Waschmaschine im Abstellraum. Es fühlt sich an, als würde eine unsichtbare Macht mich zu diesem Abstellraum ziehen, er fühlt sich irgendwie falsch an, der Weg zur Waschmaschine, aber ich kann mich nicht wehren. In meinem Kopf läuft „Song to Say Goodbye“ von Placebo.