Problemlösungsstrategien für das neue Jahrtausend

Silent Treatment
Strategie Nummer eins: Das Silent Treatment. Schweige den Verursacher deines Problems gekonnt und ausdauernd an. Verziehe dabei keine Miene, sondern gib vor, die Struktur der Rauhfasertapete zu studieren.

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Karlsruhe. Stadt in Bewegung.

Die Stadt Karlsruhe, in der ich nun schon eine ganze Weile ziemlich gerne wohne, hat ein neues Stadtmotto: „Stadt in Bewegung.“ Dazu passend wurde ein Imagefilm gedreht, in dem etwa nach der Hälfte ein mit zitronengelber Hose bekleideter Mann an einer schwarzen Skulptur vorbeigeht und durch eine Glastür das ZKM, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, betritt.

Am Drehtag saß ich mit einer Nachhilfeschülerin vor ebenjenem ZKM, wir hatten gerade die „Globale Digitale“ besucht und labten uns an einem Stück Mohnkuchen, als wir einen mittelalten Mann mit Hipsterbart und zitronengelber Hose bemerkten, der von einem semiprofessionell aussehenden Kamerateam begleitet wurde. Wir spekulierten, ob es sich bei dem Zitronenmann wohl um einen aufsteigenden Stern der digitalen Kunstszene handeln mochte, oder um einen Medienphilosophen, oder oder.

Heute dann endlich die Auflösung. Erleichterung. Aufatmen. Rätsel gelöst! Es war einfach nur ein Museumsbesucherdarsteller.

Und hier der Imagefilm (die Skulptur, das ZKM und den zitronengelben Mann seht ihr etwa ab Minute 2:30):

 

Mein erster Versuch mit dem Bamboo-Tablet

Meine zugegebenermaßen elitär-antiquierte Überzeugung, Zeichnen und Malen seien handwerkliche Verrichtungen im engeren Sinne, müssten demnach mit acrylverkrusteter Kleidung, beschmierten Oberflächen, mindestens aber mit graphitverschmierten Fingern einhergehen, hat mich veranlasst, mein Grafiktablet — welches sich bereits seit vorvergangenem Weihnachtsfest in meinem Besitz befindet — bis zum gestrigen Abend geflissentlich zu ignorieren.

Allerdings wäre ich kein ambitionierter Prokrastinateur, würde ich mir die Gelegenheit entgehen lassen, mir die unheilvolle Zeit der Prüfungsvorbereitung  mit der Evaluation von Spaßfaktor und Alltagstauglichkeit eines lange verschmähten Gadgets zu versüßen.

Alienaid braucht — keine Frage — Aliens, denn nur Existierendem kann geholfen werden. Und weil Existenz somit die Bedingung der Möglichkeit der helfenden Hand ist, habe ich das Grafiktablet sogleich in die Pflicht genommen und einem hilflosen Extraterrestling den Weg ins Dasein gewiesen. Mit der Performance des digitalen Zeichenutensils bin ich zufrieden; die „Bleistift“-Skizze (ArtRage) wirkt täuschend echt.

Erste Skizze zu Snulf
Das Ergebnis