Taktgeber

Irgendwann, ich muss wohl ungefähr 13 Jahre alt gewesen sein, geriet mein Herz aus dem Takt. Zwischen zwei Schulstunden wechselten wir den Klassenraum, ich ging eine oder mehrere Treppen hoch, und hatte mich gerade auf dem Boden des Flurs vor dem—noch verschlossenen—Raum niedergelassen, in dem die nächste Unterrichtsstunde stattfinden sollte, als mein Herz zu stolpern begann. Ich spürte drei, vier wuchtige Schläge, Arrhythmie, dann war es vorbei. Mein Herz tat wieder Dienst nach Vorschrift, als sei nichts gewesen.

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Der Fuchs

„Gib Dir einen neuen Namen“, wisperte der Fuchs. „Du darfst heute entscheiden, wer Du fortan sein möchtest. Wähle einen Namen.“

„Nilo, Nilo will ich sein. Überschwänglich wie das N, aus den tiefsten Tiefen sich emporschwingend, vom höchsten Punkte sich hinabstürzend, nur um wieder mühsam sich aufzurichten. Einfach und aufrichtig wie das I. Sanft wie das lippenleise L. Unendlich wie das O, Anfang und Ende in Einem, kreisrund in ewiger Wiederkehr.“

„Steh auf, Nilo, und folge mir.“