The More Loving One

Neulich im Netz bin ich über das folgende kurze und sehr charmante Gedicht von W. H. Auden mit dem Titel „The More Loving One“ gestolpert. Es erinnert mich an Robert Frosts „The Road Not Taken“ — wie bei Frosts Gedicht geht es um (versuchten) Selbstbetrug, mit dem Unterschied, dass das lyrische Ich in Audens Fall seinem Selbstbetrug in der dritten Strophe auf die Spur kommt, während die geschönte Erfahrung bei Frost noch in der Zukunft liegt. Bei Auden geht es um Selbstbetrug und dessen Überwindung im Hier und Jetzt, bei Frost um den Selbstbetrug, zu dem wir in der Rückschau auf unser Leben neigen. (Disclaimer: All das soll nicht heißen, dass es in Audens Gedicht ausschließlich um Selbstbetrug geht.)

Looking up at the stars, I know quite well
That, for all they care, I can go to hell,
But on earth indifference is the least
We have to dread from man or beast.

How should we like it were stars to burn
With a passion for us we could not return?
If equal affection cannot be,
Let the more loving one be me.

Admirer as I think I am
Of stars that do not give a damn,
I cannot, now I see them, say
I missed one terribly all day.

Were all stars to disappear or die,
I should learn to look at an empty sky
And feel its total dark sublime,
Though this might take me a little time.

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Autor: alienaid

Mein Wahlspruch: Verklären statt Erklären!

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