Was mir mal schlaflose Nächte bereitet hat, mir mittlerweile zum Glück aber nur noch egal ist

  • Woher ich fünfzig Pfennig für die Klassenkasse nehmen soll, wo ich die eigentlich dafür vorgesehenen Pfennige doch bereits in Süßigkeiten investiert habe.
  • Ob wir am Sonntag wohl zur Oma nach L. fahren, damit ich dort ungestört Trickfilme schauen kann. Ob meine Cousins auch da sein werden.
  • Ob es eine schlechte Idee war, V. einen Liebesbrief auf Diddl-Maus-Papier zu schreiben.
  • Ob meine Brille irgendwie mein Gesicht verunstaltet.
  • Ob ein Brandstifter auf die Idee kommen könnte, unser Haus anzuzünden (und ob wir das rechtzeitig bemerken würden).
  • Ob Falli, die kleine Amsel, die von uns nach einem Sturz aus dem Nest aufgepäppelt wurde, nach ihrer Auswilderung von der Nachbarskatze verschont worden ist. (Naja, das ist mir nicht wirklich egal. Ich hoffe sehr, dass Falli davongekommen ist. Man beachte den einfallsreichen Namen. Für meine Stofftiere habe ich mir ähnlich extravagante Namen ausgedacht: die Schildkröte hieß „Schilti“, das Zebra „Zebri“, der Pinguin „Pingu“ — man versteht das Prinzip…)
  • Ob Herr L. mich mit seiner furchterregend tiefen Stimme an die Tafel rufen wird.
  • Ob ich mit meiner neonorangenen Erstklässlerschärpe, die ich dank meines Vaters auch in der zweiten und dritten Klasse noch zur Sicherheit für den Schulweg umlegen muss, nicht irgendwie uncool aussehe.

Autor: alienaid

Mein Wahlspruch: Verklären statt Erklären!

3 Kommentare zu „Was mir mal schlaflose Nächte bereitet hat, mir mittlerweile zum Glück aber nur noch egal ist“

  1. Ich muss gerade dauernd mit einer gelben Warnweste rumlaufen und seit ich damit, weil das Ding nach dem Prinzip eine Größe für alle mir viel zu weit ist, gestern an der Türklinke hängengeblieben bin und mich fast stranguliert habe, habe ich Zweifel, ob das Teil wirklich einen Sicherheitsgewinn bringt. Aber dass es uncool aussieht, ist mir zum Glück heute auch egal. Im Gegensatz zum orangen Verkehrswachtkopftuch der Grundschulzeit, das ich wohl, hups, irgendwo verloren hatte …

    1. Hihi, vielleicht hätte ich meine Schärpe auch „verlieren“ sollen — aber ich befürchte, mein Vater hätte irgendwo eine neue aufgetrieben 🙂 Später haben mir Warnwesten und Ähnliches auch nichts mehr ausgemacht. Wenn ich (ab und zu) in der Dämmerung ausgeritten bin, habe ich mein Pferdchen z.B. immer mit so Reflektoren ausgestattet und auch selbst eine orange-leuchtende Weste angezogen und fand uns damit ziemlich schick 🙂

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