Zwischen den Zeilen 2015

Jonathan Franzen schreibt im Vorwort zu Alice Munros Runaway: „[W]hen I’m in need of a hit of real writing, a good stiff drink of paradox and complexity, I’m likeliest to encounter it in short fiction.“ Weil es mir so ähnlich geht, und weil mich in diesem Jahr offenbar häufig nach Paradoxem und Komplexität gedürstet hat, habe ich 2015 ziemlich viele Kurzgeschichten gelesen. Neben jenen von Munro die Collected Stories von James Salter, Can’t and Won’t von Lydia Davis und Ulrike Almut Sandigs Buch gegen das Verschwinden.

Außerdem On the Move, die Autobiografie von Oliver Sacks (dem Mann, der Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte schrieb); die Romane Wer die Nachtigall stört und Go Set a Watchman (Harper Lee), Purity (Jonathan Franzen), The Children Act (Ian McEwan), Schande (J.M. Coetzee); und den Briefroman (?) Dear Committee Members von Julie Schumacher.

Ich würde jetzt gerne noch etwas Kluges zu all diesen Büchern schreiben, aber mir fällt nichts ein außer: Ich kann sie empfehlen.

Kleines Schmankerl, ergänzt am 10.12.2015: Der titelgebende Gedankensplitter aus Can’t and Won’t (2014) von Lydia Davis.

„I was recently denied a writing prize because, they said, I was lazy. What they meant by lazy was that I used too many contractions: for instance, I would not write out in full the words cannot and will not, but instead contracted them to can’t and won’t.“

Autor: alienaid

Mein Wahlspruch: Verklären statt Erklären!

Ein Gedanke zu „Zwischen den Zeilen 2015“

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